Tagesbericht vom Samstag 20.
Heute Morgen ist der Himmel grau und ab und zu Regnet es. So ein Tag ist immer gut für die Heimfahrt, da nie das Gefühl aufkommt etwas verpasst zu haben. Die letzten Tage flogen einige zwischen 20 und 85km und übertrafen ihre eigenen Strecken Rekorde. Das wichtigste auf einer Gleitschirmreise ist das Wetter und es hat gepasst. Das erste mal waren die Deutschen Piloten zahlenmässig überlegen und das forderte von den Schweizer Piloten jeden Tag alles ab damit sie in Strecken km mithalten konnten. Ich möchte mich nochmals bei allen Teilnehmern bedanken für diese tolle Woche und würde mich freuen euch auf einer weiteren Reise von Flytours wieder begrüssen zu dürfen.
Gruss Piti
Tagesbericht vom Freitag 19.
Heute gebührt mit die Ehre den Tagesbericht zu schreiben. Es ist der letzte Flugtag, morgen geht es wieder nach Hause.
Am Morgen scheint die Sonne bei strahlend blauem Himmel. Piti holt noch die aktuellsten Satelitenbilder ein, da ein Kaltfront für den Abend erwartet wird. Bei der Auffahrt auf den Stol sehen wir Strömungswolken am Himmel und sind etwas verunsichert ob das uns gefährlich werden kann.
Piti erkundigt sich am Startplatz beim ortsansässigen Präsidente, der uns versichert, dass es nur in sehr grosser Höhe pustet.
Da der Wind bereits um 11 Uhr sauber und kräftig ansteht, starten alle recht schnell raus. Ich fliege heute Richtung Italien. Jakob Siggi und Johannes folgen mir. Da ich ziemlich auf Sicherheit fliege (5km nur Wald) und immer komplett aufdrehe überholen mich die drei schon bald. Bei dem grossen Talsprung entschliesse ich mich zu wenden. Unser bester Schweizer Röbi fliegt natürlich weiter. Auch Johannes riskiert die Querung und Tobias, auch Schweizer, erst im zweitem versuch.
Auf dem Rückweg Richtung Startplatz treffe ich schon bald auf Caro. Vollkommen schmerzfrei, dreht sie am Grat. Ich fliege weiter zum Startplatz, alle sind schon weg. Weiter geht es mit viel Höhe zur nächsten grossen Talquerung. Nach dem Talsprung geht es nur sehr zäh und niedrig Richtung Tolmin. 3 km vor Tolmin muss ich kehren, da einfach nichts mehr steigt. Ich kämpfe mich sehr niedrig zurück und kann wieder aufdrehen. Mit der Höhe fliege ich Richtung Krn , wo ich Johannes treffe. Wir drehen zusammen bis über den Gipfel auf. Es ist einfach traumhaft. Johannes entschliesst sich an der hinteren Kette Richtung Tolmin zu fliegen. Ich entscheide mich mein Dreieck zu schliessen und fliege wieder an den Stol. Danach geht es Richtung Landeplatz am Hotel. über dem Landeplatz bekomme ich nochmals Steigen. So entscheide ich mich das Dreieck etwas auzuweiten und fliege nach Tolmin, wo ich nach knapp 4,5 h einlande.
Was für ein Tag, wir hätten uns keinen besseren Abschluss für unseren Urlaub wünschen können.
Ich möchte die Gelegenheit nutzen und Piti für seine tolle Arbeit danken. Egal ob Anfänger oder Streckenflugpilot, jeder hat von dieser Reise etwas mitgenommen.
Heute Abend geht es ins Schiff zum Nachtessen, Gesprächsstoff hat jeder zu genüge.
Gruss
Mirko
Tagesbericht vom Donnerstag 18.
Die Gewitterfront mit Hagelschauer von gestern Abend hat sich wieder verzogen und der Sonne Platz gemacht. Der Wind hat die Feuchtigkeit schon weitgehend abgetrocknet und für eine kleinere Strecke sollte es eigentlich heute reichen.
Der Flug vom letzten Sonntag mit einem flachen Dreieck von 73 km wird aber heute kaum wiederholt werden können, zumal ich den RED gegen den Blue Montain ausgetauscht habe, den ich nun zum ersten Mal flog.
So startete ich um 11:49 Uhr auf dem Stol und flog ohne Verzögerung direkt gegen Westen Richtung italienische Grenze. Es hatte bereits einige kleinere Wolken, die mir die Thermik recht gut anzeigten.
Nach etwa 25 km war ich bereits wieder bei der grossen Talquerung bei Lusevera, wo ich letzten Sonntag umkehrte. Ein absaufen bei dieser Querung würde einen langen Rückholweg für Piti bedeuten, da dieses Tal nur durch einen weiten Bogen nach Süden mit dem Auto erreichbar ist.
Heute aber flog ich, ohne lange darüber nachzudenken, über diese Talquerung hinweg und konnte auf der anderen Talseite mit ca. 300 m Höhenverlust wieder auf 1550 müM aufdrehen.
So erreichte ich meinen heutigen Wendepunkt hoch über Gemona del Friuli (Italien).
In dieser Gegend hatte es teilweise beachtliche Turbulenzen.
Der Rückweg zum Stol verlief etwa in gleichem Stil wie der Hinflug. Aber kaum im Soca-Tal angekommen, waren die letzten Wolkenresten verschwunden und die schwache Blauthermik verhiess nichts mehr Gutes für den Weiterflug. So musste ich kurz nach Kobarid bei Libusnje nach langem Kampf aufgeben und zur Landung ansetzen, direkt neben dem Bus von Piti, der bereits auf mich wartete.
Wie im World X Contest nachzusehen ist, ergab es immerhin ein flaches Dreieck von 61 km. Diese Limite sollte ich dann bereits am nächsten Tag mit einem Dreieck von 85 km noch übertreffen.
Auch die anderen Flugkollegen waren zum Teil recht erfolgreich und brachten es ebenfalls zu beachtlichen Streckenflügen.
Am Abend ging’s dann nach Tolmin zum Nachtessen unter freiem Himmel. Erich, auch Sitting Bull genannt, unser Schwergewicht (nicht fliegerisch sondern im wahrsten Sinne des Wortes), vom Klub der Kocheler-Gleitschirmfreunde, hat uns eindrücklich vordemonstriert, woher sein beachtliches Körpergewicht (alles Muskeln und Samenstränge) kommt.
Er bestellte eine Fleischplatte für 2 Personen für sich alleine, liess dafür aber den Salat links liegen.
Zum Abschluss noch einige Bemerkung meinerseits zu den Kocheler-Gleitschirmfreunden aus Deutschland:
Erich, den sympathischen Naturburschen habe ich ja bereits erwähnt, und Mirko und Micha, die einige von Euch ja bereits schon von früheren Reisen her kennen, haben ebenfalls meine uneingeschränkte Sympathie. Aber auch alle anderen Klubmitglieder, die dabei waren, haben meine Ferien zu einem unvergesslichen und tollen Erlebnis werden lassen.
Christoph, der Präsident, mit seinem unvergleichlichen Humor und die charmante Caro möchte ich dabei auch noch namentlich nennen.
Nachtrag:
Der Höhepunkt ist am Freitagabend gekommen, als mich die anwesenden Vorstandsmitglieder zum Klub-Ehrenmitglied auf Probe machten.
Diese Probe gilt dann als bestanden, sobald ich dieses Jahr die erste Strecke von über 100 km erflogen habe.
Ehrenmitglied in einem solch aufstrebenden und kameradschaftlichen Klub zu sein, würde mich mit grosser Freude und Stolz erfüllen.
Röbli

Tagesbericht vom Mittwoch 17.
Heute leider wegen starkem Nordwind kein Flugtag.
Tagesbericht vom Dienstag 16.
Bei dem gewohnt perfekten Frühstück (die frischen Süßkirschen sind göttlich) bot sich der gleiche Blick wie gestern: Wolken am Himmel. Diesmal konnte uns das nicht so schrecken, denn nach der gestrigen Erfahrung und mit Pittis Ortskenntnissen konnte uns ja -fast- nichts mehr passieren.
Es ging zum Liak, wo die Wetterprognose noch recht gut war. Leider hatten noch andere diese Idee, so dass wir am Startplatz nicht ganz alleine waren. Thermische Ablösungen dirket unterhalb des Startplatzes sorgten für spektakuläre Starts und Startabbrüche. Besonders zu erwähnen ist der Hosenbodenstart von Tobi, der nach dem Aufziehen stolperte, auf dem Hintern landete und sich mit einem gefühlvollen Anbremser gekonnt in die LUft erhob.
Nach meinem Start erfasste mich direkt eine Böe und zog mich in die Luft. Nach Pittis ausdauernden Einweisungen des Vortages war es quasi eine "Kleinigkeit", mich den Hang hochzuarbeiten. Mit meinem langsamen 1er-Schirm hatte ich natürlich deutlich mehr Mühe, mich bis zum Ende der Gräte vorzuarbeiten.
Aber mit viel Geduld und Spucke ging es dann doch. Immer mit Pittis Worten im Ohr, jede Ablösung so lange wie möglich auszudrehen und so weit wie möglich hoch zu kommen, habe ich dann den Tagesrekord gehalten: 4,5 Stunden in der Luft.
Ich bin der Held vom Erdbeerfeld!

Tagesbericht vom Montag 15.
Der Tag begann mit vielen langen Gesichtern. Nicht die üppig gedeckte Frühstückstaffel und das umfangreiche Buffet waren daran Schuld. Ein Blick zum Himmel verriet den Grund: Dunkle Wolken, soweit man blicken konnte.
Der Tag verhieß nichts Gutes... Nur einer war, wie immer, guter Dinge: Pitti.
Unbeirrt rief er zum Aufbrauch. Am Startplatz angekommen sah die Lage nicht viel besser aus: Der Himmel war vollkommen bewölkt. Na ja, dann würde es halt nur einen Abgleiter geben...
Nach meinem Start schickte mich Pitti per Funk in die verschiedenen Ecken, um zu sehen, "ob was geht". Wie ein ein ferngesteuerter Thermikspürhund. Leider landete ich bereits nach kurzer Zeit auf der Wiese, während die Profis natürlich am Hang entlang kratzten, bis dann endlich der Himmel ein wenig aufmachte... So wollten wir, die "Schnelllander" natürlich wieder rauf, einen neuen Versuch starten. Versuch 2. begann mit einem Rückwärtsstart (den allerersten in meiner noch jungen Fliegerkarriere...!) und einem schnellen Absaufen am Hang, während die meisten sich problemlos halten konnten... Aber Pitti gab nicht auf (man munkelt, dass er, verständlicher Weise, keine keine Lust hatte, mich in der "Pampa" aufzusammeln...). Er dirigierte mich von einer kleinen Ablösung in die andere und liess mich drehen, drehen, drehen (das kann ich jetzt). Immer wieder, bis ich nicht nur über der Hügelkette, sondern an der Wolkenbasis war.
Wow, was für ein Erlebnis... flügellahm, aber mit einem dicken Grinsen im Gesicht, ging es nach 2 Stunden kurbeln zum landen.
What a day!
Tagesbericht vom Sonntag 14.
Hey Leute, das war der Tag der Tage,
Für mich auf alle Fälle. Super gutes Wetter, tolle Leute .
Nach einem tollen Frühstück sind wir auf den Stol gefahren. Es war a bissl heiss im Bus. Macht abert nichts, für einen guten Flug hält ein Flieger alles aus. Der Startplatz ist super gross,(kann mann auch gut toplanden) mach ich auch morgen noch.
Also, zum Flug, das Höhe aufbauen beim Stol ist kein Problem. Nun Richtung Italien am grad entlang, einige sind schon drüber, kommen aber nicht ganz gut voran, denk mir, Höhe schadet nie, und bau noch a bissl auf.
ca. 1 Stunde halte ich mich , und schau, dass ich die beste Abflughöhe erreiche. Jetzt passt das, auf gehts links Richtung Tolmin, a bissl, Muffe vor dem talsprung,
den wir mit Piti besprochen haben.
Komme relativ niedrig an dem kleinen rücken , hab mir schon gedacht, das wird es jetzt ein 2. Frühstück, is a wurscht, aber kämpfen kon i scho, kämpf , kämpf, es gehts scho, ruckt ein wenig, den 2. Rücken schaff ich auch noch , passt, den hab ich jetzt, a bissl nach hinten versetzen lassen, ( schwitz, schwitz) bin drüber, schau zu den anderen hoch, des schaff i scho, und in hobs gschafft, anschluss, bau höhe auf, b in wieder dabei, irre Gefühl, jetzt werds wieder kalt, das heisst, hab eine gute Höhe, nächster Rücken, Top Speed, anschluss passt wieder, Freude, Freude, des hob i scho lang nima kappt. so, abschätzen der Höhe, einer ist noch höher wie ich, möcht möglischt hoch abfliegen, Reserve schadet nie.
klappt wieder, da is da mirco, den erkenn ich gleich an der farbe, echt gut, heut gehts wirklich gut, wobei die relativ verblasene Thermik schwer einzudrehen ist.
Den letzten Berg schaf ich gut, wenns nicht zu tiv, gehts halt leichter, Mirco treff ich wieder, wir drehen gleich auf, ich flieg weg, gut drauf, möcht ( grosses Ziel: rüber queren , am Stol anschliessen, auf den Grad rauf kämpfen, und Top Landen, Apfel essen, Wasser trinken und wieder starten.
schau ma mal, od des klappt. rüber queren kein problem, dreh zwischendrin noch mal auf, spür so a rütteln am Arsch, da gehts wieder, dreh ein, passt , no a paar meter gut gamcht, komm am Ausläufer vom Stol an, scheisse , saufen, das haben wir haut früh bespochen, 5 meter, zu viel, des geht heut net, ich entscheide mich zu landen, morgn is a no a Tag.
jeztzt müss ma zum essen, i schreib danach wieter wenn i net zvui bir trink.
i gfrei mi so bis dann ,
Gruass
jakob

Tagesbericht vom Samstag 13
Genau nach 8 Stunden fahren wir beim Jazbek ein. Leider waren noch nicht alle da aus Deutschland, so mussten wir bis 1630 Uhr warten bis wir auf den Stol fahren konnten für den ersten Flug.
Am Stol entpfing uns ein 20er aufwind und es dauerte nicht lange bis alle am Himmel waren. Für die einen gabs 2 Stunden Fliegen und Landung beim Hotel. Die Freude war gross und hoffen das es die nächsten Tage so weiter geht.
Gruss Piti


